Ich habe nicht mit einer Marketing-Theorie angefangen. Ich habe mit Metall angefangen, dann mit Gefahrgut, dann mit Autolack, bevor ich zum Mediengestalter umgeschult habe. Diese Reihenfolge war nicht geplant, aber sie hat mir etwas mitgegeben, das viele Strategen ohne Werkstatterfahrung nicht haben: Ich weiß, wie sich eine Sache anfühlt, wenn sie tatsächlich gebaut, produziert oder ausgeliefert wird. Strategie, die das ignoriert, bleibt Papier.

Wie ich an ein Problem herangehe

Bevor ich eine Maßnahme vorschlage, will ich verstehen, was wirklich passiert,
nicht nur, was das Dashboard zeigt. Bei einem früheren Projekt lief über Wochen ein Social-Dashboard mit sauberen, stabilen Zahlen, während die zugrunde liegende Datenquelle längst veraltet war. Grün auf den ersten Blick, falsch auf den zweiten. Genau das ist der Punkt: Ich prüfe die Quelle, bevor ich der Kennzahl vertraue. Diese Skepsis gegenüber dem ersten Eindruck ist kein Zufall, sondern deckt sich mit dem, was ein aktueller Stärkentest als meine dominante Denkweise bestätigt hat, strategisches Denken gepaart mit ausgeprägter Wissbegier.

Von der internationalen Marke zur eigenen Agentur

Bei Ennismore habe ich Markenarchitekturen über elf Länder und mehr als 85 Kanäle gesteuert, dort lernt man, dass eine Strategie nur funktioniert, wenn sie sich lokal anpassen lässt, ohne die Marke zu verwässern. In meiner eigenen Agentur BlickeDeeler war es umgekehrt, dort musste jede Idee ohne großen Apparat sofort tragen, sonst gab es sie nicht. Beide Erfahrungen zusammen ergeben meinen Ansatz: groß genug denken, um zu skalieren, konkret genug bleiben, um es tatsächlich umzusetzen.

Mein Fokus heute

Ich arbeite an der Schnittstelle von Business-to-Human-Marketing, KI-Governance und skalierbaren Markenarchitekturen. B2H bedeutet für mich, dass am Ende jeder Kampagne ein Mensch steht, keine Zielgruppe. KI-Governance bedeutet, dass ich KI-Tools einsetze, aber verantwortlich, nachvollziehbar und mit einem Menschen, der die Entscheidung trägt. Skalierbare Markenarchitektur bedeutet, ein System zu bauen, das mit dem Unternehmen wächst, statt bei jedem neuen Markt neu erfunden zu werden.

Was das in der Praxis bedeutet:

Ich denke die gesamte Kette durch, von der Marktanalyse und datenbasierten Buyer Personas bis zur fertig optimierten Kampagne. Strategie ohne Umsetzungsverständnis ist Theorie. Deshalb weiß ich was ich delegiere, ob inhouse oder extern, weil ich es selbst beherrsche. GA4-Tracking, Landingpages, Ads auf Meta, LinkedIn und Pinterest, Funnels die so lange angepasst werden bis der ROAS stimmt. Ich kann Ergebnisse lesen und interpretieren, lokal für einen einzelnen Standort, kampagnenübergreifend über mehrere Kanäle oder im Konzernkontext mit internationaler Reichweite. UX, SEO und GEO sind dabei keine Zusatzleistungen sondern selbstverständlicher Teil der Arbeit.

Ich sitze im Strategiemeeting und weiß welches Farbprofil für den Druck gebraucht wird. Ich erkläre dem Vorstand den ROAS und zeige dem Team danach im selben Atemzug wo wir beim nächsten Mal optimieren. Ich kenne den Shortcut in Illustrator, den Videoschnitt am Handy, den Unterschied zwischen einem Konzept das funktioniert und einem das nur gut aussieht. Und ich bringe das weiter, an Teams die dadurch schneller, eigenständiger und besser werden.

Kein Prestige-Marketing. Kein Verwalter mit Titeln.

Jemand der die Zügel in der Hand hält, weil er jeden Teil des Weges selbst gegangen ist und deshalb weiß wo es lang geht.

Eine angewandte Methode: das EPIC-PATH Framework

Aus dieser Arbeitsweise ist eine konkrete Methode entstanden, mit der ich Aufmerksamkeit systematisch in belastbare Kundenbeziehungen überführe:

Was ist bei Ihnen der Punkt, an dem Ihre Strategie zwischen Papier und Praxis auseinanderfällt?

Lass uns schnacken!

Ob Projekt, Position oder Austausch – ich freue mich darauf.